Framesets - warum sie heute nicht mehr brauchbar sind
Viele Seiten sind immer noch mit Framesets aufgebaut - war doch vor Jahren diese Technik beinahe revolutionär. Was war da auf einmal alles möglich…. Ja, war - leider.
Denn verglichen mit den heutigen Möglichkeiten, eine Webseite zu gestalten, gleichen Framesets eher dem berühmten “Schnee von gestern”. Sind doch die damals wesentlichen Vorteile bereits durch Besseres abgelöst worden.
Frames sind heute - im Zeitalter der dynamisch generierten und interaktiv gestalteten Webseiten - nur mehr in sehr eingeschränktem Mass einsetzbar. Allerdings scheuen viele Unternehmen - gerade die kleinen - die Kosten, einmal konsequent die komplette Webpräsenz auf eine neue Technik umzustellen. Dabei wäre der ROI (Return of Investment) relativ schnell erreicht - weil modernere Webseiten einfacher zu aktualisieren sind, für den Kunden besser navigierbar, für Suchmaschinen besser auffindbar.
Die aus meiner Sicht gravierenden Nachteile einer Webseite, die auf Frames aufgebaut ist, sind:
- CSS ist in Framesets so gut wie unbrauchbar. Ddabei sind gerade die CSS-Möglickeiten so vielfältig und erleichtern Barrierefreiheit.
- Eine Seite ist nur mit einem zusätzlichen Trick einzeln verlinkbar und damit über Suchmaschinen schwer zu finden - und wenn dann eine einzelne Seite (ein Frame) gefunden wurde, fehlt die gesamte Navigation. Baut man dagegen eine Variante ein, die das Laden eines einzelnen Frames unmöglich macht, muss man viele, viele Seiten mehr anlegen - was wiederum die Ladezeit verlangsamt und eine Änderung - auch die kleinste - mehr als umständlich macht.
- Meistens wird vergessen, für die Suchmaschinen eine sogenannte “noframe-message” im Hauptframe einzubauen. Dadurch werden die Seiten noch schwerer gefunden.
Kurzum:
Wer hier bei einem Update spart, spart im Grunde am völlig falschen Platz. Denn genau genommen ist jeder Euro, den man in ein Update von bestehenden Frameseiten steckt, ein vergeudeter Euro.
Dem gegenüber steht leider die Ansicht der Webseiten-Inhaber:
“Funktioniert doch bestens. Warum ändern? Nur Geschäft kommt halt zu wenig über die Seite….”
Dynamische Webseiten sind heute keine Hexerei mehr und auch finanziell leistbar. Gerade im OpenSource Bereich gibt es eine Menge guter Solftware, die man auch mit weniger guten Programmier-Kenntnissen, aber einem php-fähigen Webserver und einer SQL-Datenbank, sogar selbst installieren könnte. Hier zahlt es sich aus, sich ein oder zwei Stunden mit jemanden darüber den Kopf zu zerbrechen und sich ein Angebot einzuholen.




Zwar schon lange her, dass Du diesen Beitrag geschrieben hast, aber ich komme jetzt erst dazu mich in die “Tiefen” des Blog hinein zu lesen.
Deine Ausführungen sind ja nicht von der Hand zu weisen. Aber es gibt in meinen Augen eine Ausnahme von der Regel. Denn wenn eine Seite sehr lang wird, dann ist es auch heute noch eleganter eine Frameseite zu bauen. Oder zumindestens einen iFrame einzusetzen. Denn auch wenn man eine Sprungmarke zum Anfang der Seite setzen kann, es ist und bleibt in meinen Augen “unschön”.
Man könnte zwar ein mitlaufendes “Navi” einbauen, aber das geht nun nur wieder über JavaScript und das hat ja nicht jeder aktiviert.
Der bau eine Webseite ist eh ein Tanz auf der Rasierklinge. Man kann es nie allen Recht machen.